Die katholische Kirchengemeinde St. Maximin

799 Jahre lang stand Lütz als Enklave im Hunsrück nicht unter dem es räumlich umschließenden Patronats des Kardener Stifts, sondern gehörte zur Großpfarrei Münstermaifeld und unterstand damit direkt dem Erzbischoftum in Trier. Zuletzt bildete es bis ins Jahr 2011 zusammen mit den auf der anderen Moselseite liegenden Pfarreien Klotten, Pommern und Kail eine Pfarreiengemeinschaft unter der Leitung von Pfarrer Helmut Gehrmann.

Bedingt durch die Strukturreform 2020 mit der Zusammenlegung der Dekanate gehört Lütz jedoch seit 1. November 2011 zusammen mit 9 anderen Nachbargemeinden zur Pfarreiengemeinschaft Treis-Karden unter Pfarrer Hermann-Josef Floeck, deren Internetseiten wir Sie einladen zu besuchen:

   Externer Link  Pfarreigengemeinschaft Treis-Karden
          www.pg-treis-karden.de


Amtseinführung Pastor Hermann-Josef Floeck am 12.11.2011:

Amtseinführung Pastor Floeck in Lütz

Einführung von Pastor Floeck in Lütz:

 Von Heinz Kugel

 LÜTZ. Mit einem herzlichen Glückauf begrüßte Alfred Rybizki als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates ihren neuen Pastor Hermann-Josef Floeck und seine Gemeindereferentin Gabriele Franz. Er wünschte ihnen ein glückliches Gelingen und einen guten Start in der Pfarrei St. Maximin, eine der bedeutendsten für den Bereich des Vorderhunsrücks. Lütz war immer schon eine eigenständige Pfarrei, derweil die anderen Kirchengemeinden auf den Höhen Filialkirchen davon waren. Mittlerweile hat Lütz viel von seinem alten Glanz verloren, trotzdem atmet die alt-ehrwürdige Kirche im Lützbachtal mit ihren barocken Elementen eine besondere Stille aus. Pastor Hermann-Josef Floeck, der damit in Kürze auch in der Vordereifel die zehnte Pfarrei übernimmt, sprach in seinem Gottesdienst auch die tiefe Krise an, in der sich neben anderen gesellschaftlichen Gruppierungen auch die Kirche befindet. „Natürlich ist es schwer für sie, die durch die vielen jahrhunderte gewachsen ist, sich von heute auf morgen zu ändern, aber eine Flexibilität, ohne sich dem Zeitgeist anzupassen, ist dringend vonnöten“, betonte der sympathische Geistliche in seiner Predigt. Gleichzeitig appellierte er daran, auch die Außenstehenden wieder verstärkt zu gewinnen, „die auch einmal getauft worden sind“. Wir müssen für sie zu echten Vorbildern werden und immer wieder für den Glauben in der Gesellschaft werben, damit er nicht verdunstet, machte der Seelsorger deutlich. Ein wenig nachdenklich betrachtete er auch die aktuelle Situation in der Pfarreiengemeinschaft Treis-Karden, denn neben ihm und der Gemeindereferentin habe man nur einen Kooparator, dessen Zukunft an der Mosel auch noch ungewiss sei. Man sei aber trotzdem guten Mutes, denn Gott wird seine Kirche, die er einmal vor 2000 Jahren als der „Neue Weg“ und als eine echte lebensspendende Alternative zu der damaligen Sklaverei und der Gewalt ins Leben gerufen hatte. Nach der Auferstehung von Jesus Christus gab es durch die langen Zeitläufte auch Probleme und Flauten, die aber immer gemeistert wurden. Noch einmal rief der Pastor dazu auf, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern im Vertrauen auf Gott die Situation optimistisch anzugehen. Nach der heiligen Messe gab es noch einen kleinen Empfang im Lützer Rathaus, als auch der 1. Beigeordnete der Ortsgemeinde, Thomas Christmann, ihren neuen Seelsorger und die Gemeindereferentin Franz willkommen hieß.

 

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